Vermögensverzehr-Rechner: Wie lange reicht dein Geld im Ruhestand?

Dein Erspartes soll dich im Ruhestand viele Jahre lang tragen – und dir gleichzeitig Freiheit und Sicherheit geben. Erfahre, wie du deinen Vermögensverzehr in der Schweiz sinnvoll planst und realistisch einschätzt, wie lange dein Geld reicht.
Der Vermögensverzehr-Rechner von Selma
Du gibst ein: dein Startkapital, deine gewünschte monatliche Entnahme und deine Anlagestrategie. Der Rechner zeigt dir sofort, wie lange dein Geld reicht — und wie verschiedene Szenarien dein Ergebnis verändern.
Du findest ihn direkt in der Selma App für iOS und Android. Du musst noch nicht pensioniert sein, um ihn zu nutzen — auch mitten im Berufsleben kannst du Szenarien durchspielen und früh verstehen, wo du finanziell stehst.
Die Berechnungen basieren auf deinem persönlichen Investorprofil bei Selma. Du kannst flexibel simulieren, wie sich unterschiedliche Entnahmebeträge, Anlagestrategien oder Laufzeiten auf dein Vermögen auswirken. Selma AI erklärt dir direkt in der App verständlich, was die Ergebnisse für dich bedeuten.
Noch nicht sicher, ob die App das Richtige für dich ist? 👉 Buche ein kostenloses Beratungsgespräch — unsere Expert:innen rechnen gemeinsam mit dir durch, wie lange dein Geld reicht.

Was bedeutet Vermögensverzehr?
„Vermögensverzehr" klingt technisch, ist aber ganz einfach erklärt: Du nutzt dein angespartes Kapital planmässig, um deinen Lebensunterhalt im Ruhestand zu finanzieren. Dafür entnimmst du regelmässig Geld – monatlich oder jährlich. Ziel ist, dass dein Vermögen dich bis ins hohe Alter trägt und du gleichzeitig flexibel bleibst.
Beispiel: Wer mit 65 Jahren 500'000 CHF Vermögen hat und jährlich 25'000 CHF entnimmt, verbraucht das Kapital in rund 20 Jahren – abhängig von Rendite, Inflation und persönlichen Ausgaben.
👉 Selbst ein solides Vermögen reicht nicht automatisch ein Leben lang. Wie lange dein Geld wirklich trägt, hängt stark davon ab, wie viel du entnimmst und wie dein Vermögen angelegt ist.
Kurz zusammengefasst:
- Vermögensverzehr = geplante Entnahmen aus deinem Vermögen
- Hauptziel = regelmässiges Einkommen und möglichst langer Kapitalerhalt
- Wichtig = realistische Entnahmen und eine zu dir passende Anlagestrategie
Warum Vermögensverzehr-Planung in der Schweiz besonders wichtig ist
Nach der Pensionierung stehen viele Schweizer:innen vor einer grossen Frage: Wie lange reicht mein Erspartes – und wie viel kann ich mir monatlich auszahlen?
Rund die Hälfte aller Pensionierten bezieht heute die zweite Säule als Kapital statt als monatliche Rente. Damit trägst du selbst die Verantwortung dafür, wie lange dein Geld reicht.
Drei Faktoren machen die Planung anspruchsvoll:
1. Der Ruhestand dauert länger als gedacht. Frauen leben in der Schweiz im Schnitt über 85 Jahre, Männer über 82 Jahre (BFS, 2024). Dein Kapital muss also 20–25 Jahre reichen — oft länger.
2. Inflation nagt still an der Kaufkraft. Was heute CHF 3'000 im Monat kostet, kostet in 20 Jahren bei 2% Inflation rund CHF 4'500. Wer sein Geld nur auf dem Konto parkiert, verliert real an Kaufkraft.
3. Steuern variieren je nach Kanton. Kapitalbezüge werden kantonal unterschiedlich besteuert. Wer nicht plant, verschenkt schnell mehrere tausend Franken.
Laut dem Ruhestandsmonitor von AXA Schweiz (August 2024) können rund 70% der Schweizer:innen ihren Lebensstandard im Alter nicht allein mit AHV und Pensionskasse sichern. Für viele wird das eigene Vermögen damit zur zentralen Einkommensquelle.
So planst du deinen Vermögensverzehr richtig
Ein durchdachter Plan hilft dir, realistisch zu entnehmen, flexibel zu bleiben und dein Vermögen langfristig zu schützen. Er besteht aus drei zentralen Schritten:
1. Verschaffe dir einen Überblick über Einnahmen und Ausgaben
- Wie hoch sind deine monatlichen Ausgaben?
- Welche Fixkosten bleiben bestehen (z. B. Miete, Krankenkasse, Reisen)?
- Wie viel regelmässiges Einkommen hast du (AHV, Pensionsrente, Nebenjob)?
- Je genauer du deine Zahlen kennst, desto realistischer kannst du deinen Entnahmeplan aufsetzen.
2. Strukturiere dein Vermögen mit dem 3-Topf-Modell
Wie teilst du dein Vermögen so auf, dass es dir Sicherheit gibt – und gleichzeitig langfristig für dich arbeitet?
Eine bewährte Methode ist das 3-Topf-Modell. Dabei strukturierst du dein Vermögen gedanklich in drei Bereiche:
- Topf 1: Liquidität für die nächsten 2–3 Jahre. Deckt laufende Ausgaben, liegt sicher auf dem Konto, wird nicht investiert. Faustregel: 2–3 Jahre × monatliche Entnahme. Bei CHF 2'500/Monat = ca. CHF 90'000.
- Topf 2: Stabil investierter Mittelfristteil. Moderat investiert, füllt Topf 1 schrittweise wieder auf. Begrenzte Schwankungen.
- Topf 3: Langfristiger Wachstumsteil. Breit diversifiziert, schützt vor Inflation, arbeitet weiter für dich.
💡 Die drei Töpfe sind kein starres Konstrukt, sondern ein mentales Modell. Sie helfen dir, auch in turbulenten Marktphasen rational zu entscheiden — statt aus dem Bauch heraus zu reagieren.
3. Überprüfe deinen Plan regelmässig
Leben, Märkte und Steuern verändern sich. Passe deine Entnahmen regelmässig an dein Alter, deinen tatsächlichen Verbrauch und die aktuelle Marktlage an.
Rechenbeispiel: Wie sich Anlagen im Ruhestand auszahlen
Nehmen wir eine Person mit einem Startkapital von CHF 500'000. Sie ist 60 Jahre alt und möchte monatlich CHF 1'500 beziehen (CHF 18'000 pro Jahr), um ihre Vorsorgelücke zu decken.
Variante 1: Geld nicht angelegt (0% Rendite) Bei einer jährlichen Entnahme von CHF 18'000 reicht das Vermögen für rund 27 bis 28 Jahre — das Kapital wäre im Alter von ca. 87–88 Jahren aufgebraucht.
Variante 2: Geld angelegt (3,5% Rendite) Das Vermögen erwirtschaftet im ersten Jahr rund CHF 17'500 Ertrag — ein grosser Teil der Entnahme ist damit gedeckt. Das Kapital sinkt deutlich langsamer und kann über 35 Jahre oder länger reichen.
👉 Der Unterschied: Durch laufende Erträge verlängert sich die Bezugsdauer um 7–10 Jahre oder mehr.
Renditen sind nie garantiert und schwanken von Jahr zu Jahr. Das Beispiel dient zur Illustration — nicht als Prognose.
Häufige Fehler beim Vermögensverzehr
1. Zu wenig Liquiditätspuffer. Wer in einem schlechten Börsenjahr Anlagen verkaufen muss, realisiert Verluste. Immer 2–3 Jahre Liquidität separat halten.
2. Die Inflation unterschätzen. Viele rechnen mit heutigen Preisen. Bei 2% Inflation über 20 Jahre steigen die Lebenshaltungskosten um ~50%.
3. Zu hohe Entnahmen am Anfang. Die ersten Jahre des Ruhestands sind teuer (Reisen, Renovierungen). Wer hier zu viel entnimmt, hat später zu wenig Puffer.
4. Alles auf dem Sparkonto lassen. Wirkt sicher, verliert aber real an Kaufkraft. Auch im Ruhestand sollte ein Teil des Vermögens investiert bleiben.
5. Den Partner nicht einbeziehen. Was passiert, wenn du nicht mehr da bist? Ein guter Plan muss auch für Hinterbliebene funktionieren.
Deine Ruhestandslösung bei Selma — alles an einem Ort
Auch im Ruhestand lohnt es sich, dein Vermögen sinnvoll anzulegen — damit es vor Inflation geschützt bleibt und dich langfristig finanziert. Selma verbindet Anlegen, Entnehmen und laufende Betreuung in einer einzigen Plattform.
Du profitierst von:
- Automatisch angepasster Anlagestrategie: Dein Risiko wird mit der Zeit reduziert, während dein Geld weiterhin Renditechancen erhält.
- Schweizer Fokus: Auf Wunsch gewichtet dein Portfolio Schweizer Anlagen stärker — passend zu deinen Ausgaben in CHF.
- Optionalem Einkommensportfolio: Dividenden und Zinsen sorgen für laufende Erträge statt regelmässigem Verkaufen.
- Klarem Entnahmeplan: Du entscheidest, wie viel du dir monatlich auszahlen lässt — automatisiert, transparent, jederzeit anpassbar.
- Persönlicher Unterstützung: Expert:innen begleiten dich per Chat, E-Mail oder Telefon.
👉 Jetzt kostenlos in der App starten — oder zuerst ein kostenloses Beratungsgespräch buchen.
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Mag. Niklas Linser
Niklas Linser ist bei Selma Finance für Marketing und Inhalte rund ums Investieren verantwortlich. Seit über zehn Jahren beschäftigt er sich mit digitalen Finanzlösungen und der Frage, wie Geldanlage für alle einfacher und verständlicher wird. Er hat internationale Wirtschaftswissenschaften studiert und übersetzt bei Selma komplexes Finanzwissen in klare Worte – ob es um ETFs, langfristigen Vermögensaufbau oder Ruhestandsplanung geht. Sein Ziel: Finanzthemen so erklären, dass sie nicht nur verständlich, sondern auch nützlich sind – für alle.
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