Vermögensverwalter Vergleich Schweiz 2026: Kosten, Rendite und Ranking
Wenn es um das eigene Vermögen geht, setzen viele Schweizer:innen bewusst auf professionelle Unterstützung. Ein Vermögensverwalter soll Sicherheit geben, Orientierung bieten und das Geld verantwortungsvoll investieren. Doch arbeiten alle Anbieter gleich effizient?
Ein aktueller, unabhängiger Vergleich des Schweizer Konsumentenmagazins KGeld (Februar 2026) zeigt, wie sich Banken und digitale Vermögensverwalter bei Kosten und Nettorendite unterscheiden – und wo Anleger:innen langfristig mehr von ihrem Geld behalten.
Spoiler: 🏆 Selma Finance ging dabei als Vergleichssieger hervor.
Die Kernfrage: Wer legt CHF 500’000 am besten an?
Im Zentrum des KGeld-Vergleichs steht ein konkretes Rechenbeispiel: Ein Anleger bezieht sein Pensionskassengeld als Kapital und investiert CHF 500’000. Eine grosse Summe – aber keineswegs ungewöhnlich, wenn angespartes Vorsorgekapital ausbezahlt wird.
Tatsächlich beziehen 45 % der Menschen in der Schweiz ihre berufliche Vorsorge als Kapital. Im Durchschnitt sind das CHF 280’210 – Vermögen, das oft 20 Jahre oder länger reichen muss.
Ziel ist dabei nicht, möglichst hohe kurzfristige Renditen zu erzielen, sondern das Vermögen kosteneffizient, professionell und über mehrere Jahre hinweg anzulegen. Gleichzeitig soll das Risiko kontrollierbar bleiben – denn im Ruhestand geht es weniger um Spekulation als um finanzielle Sicherheit und Planbarkeit.
Vergiss nicht
CHF 500’000 sind hier nur das Rechenbeispiel. Die Wirkung von Kosten und Rendite ist immer dieselbe – egal, ob du mit 5'000, 50’000 oder 500’000 Franken startest.
Die Anbieter: Banken vs. digitale Vermögensverwalter
Um diese Ausgangslage realistisch einzuordnen, hat das unabhängige Finanzmagazin KGeld einen direkten Vergleich durchgeführt. Analysiert wurden vergleichbare Angebote führender klassischer Banken und digitaler Vermögensverwalter in der Schweiz, die für eine ausgewogene Geldanlage von Pensionskassengeldern in Frage kommen.
Digitale Vermögensverwalter
- Selma Finance (Zürich)
- Descartes Finance (Zürich)
Banken
- Zürcher Kantonalbank (Zürich)
- Basler Kantonalbank (Basel)
- St. Galler Kantonalbank (St. Gallen)
- PostFinance (Bern)
- Migros Bank (Zürich)
- Raiffeisen
- Bank Valiant (Bern)
- Waadtländer Kantonalbank (Lausanne)
Vergiss nicht
Verglichen wurden führende Schweizer Anbieter mit vergleichbaren Angeboten, die für die beschriebene Ausgangslage in Frage kommen.
Die Voraussetzungen: So wurde der Vergleich aufgebaut
Damit die Resultate aussagekräftig sind, wurden alle Anbieter unter denselben Bedingungen verglichen: mit einem identischen Anlagebetrag von CHF 500’000, einem ausgewogenen Risikoprofil und einem Fokus auf Schweizer Anlagen.
Unterschiedliche Produktnamen oder Verpackungen spielten dabei keine Rolle. Entscheidend war, wie sich Kosten, Anlagestrategie und Struktur langfristig auf das Ergebnis auswirken.
Vergiss nicht
Da niemand die Zukunft vorhersagen kann, stützte sich der Vergleich auf die durchschnittliche Rendite der letzten fünf Jahre. So lassen sich die Anbieter rückblickend und unter vergleichbaren Bedingungen gegenüberstellen.
Das Ergebnis:
Rangiert wurde nach jährlichen Gesamtkosten, durchschnittlicher Nettorendite und dem daraus resultierenden Vermögenszuwachs pro Jahr bei einem Anlagebetrag von CHF 500’000.
Platz 1: 🏆 Selma Finance
- Gesamtkosten pro Jahr: 0,64 %
- Durchschnittliche Nettorendite: 4,9 %
- Vermögenszuwachs pro Jahr: CHF 24’950
Platz 2: Descartes Finance
- Gesamtkosten pro Jahr: 0,89 % (CHF 4’450)
- Durchschnittliche Nettorendite: 4,7 %
- Vermögenszuwachs pro Jahr: CHF 23’500
Platz 3: Basler Kantonalbank
- Gesamtkosten pro Jahr: 1,60 % (CHF 8’016)
- Durchschnittliche Nettorendite: 3,99 %
- Vermögenszuwachs pro Jahr: CHF 19’950
Platz 4: St. Galler Kantonalbank
- Gesamtkosten pro Jahr: 1,57 % (CHF 7’850)
- Durchschnittliche Nettorendite: 3,52 %
- Vermögenszuwachs pro Jahr: CHF 17’600
Platz 5: PostFinance
- Gesamtkosten pro Jahr: 0,92 % (CHF 4’613)
- Durchschnittliche Nettorendite: 3,05 %
- Vermögenszuwachs pro Jahr: CHF 15’250
Platz 6: Waadtländer Kantonalbank
- Gesamtkosten pro Jahr: 2,17 % (CHF 10’886)
- Durchschnittliche Nettorendite: 2,75 %
- Vermögenszuwachs pro Jahr: CHF 13’750
Platz 7: Bank Valiant
- Gesamtkosten pro Jahr: 1,68 % (CHF 8’423)
- Durchschnittliche Nettorendite: 2,43 %
- Vermögenszuwachs pro Jahr: CHF 12’150
Platz 8: Migros Bank
- Gesamtkosten pro Jahr: 1,32 % (CHF 6’623)
- Durchschnittliche Nettorendite: 2,2 %
- Vermögenszuwachs pro Jahr: CHF 11’000
Platz 9: Raiffeisen
- Gesamtkosten pro Jahr: 1,45 % (CHF 7’256)
- Durchschnittliche Nettorendite: 2,2 %
- Vermögenszuwachs pro Jahr: CHF 11’000
Platz 10: Zürcher Kantonalbank
- Gesamtkosten pro Jahr: 1,50 % (CHF 7’500)
- Durchschnittliche Nettorendite: 1,67 %
- Vermögenszuwachs pro Jahr: CHF 8’350
Die wichtigsten Erkenntnisse aus dem Vergleich
Der Vergleich zeigt deutlich, wie stark sich Kosten und Nettorendite auf das Ergebnis auswirken. Zwischen Platz 1 und Platz 10 liegen bei identischer Ausgangslage über CHF 16’000 Unterschied pro Jahr.
Daraus lassen sich drei zentrale Erkenntnisse ableiten:
- Banken sind keine unabhängigen Vermögensverwalter
Oft werden hauseigene, oft teure Produkte verkauft. - Kosten sind kein Detail
Schon Unterschiede von wenigen Zehntelprozenten wirken sich bei grösseren Anlagebeträgen Jahr für Jahr spürbar aus. - Nettorendite ist entscheidend, nicht Bruttorendite
Was zählt, ist nicht nur die Rendite, sondern was nach allen Kosten tatsächlich übrig bleibt. - Vergleichen lohnt sich besonders im Ruhestand
Wer sein Pensionskassengeld anlegt, trifft eine langfristige Entscheidung – kleine Unterschiede summieren sich über die Jahre zu grossen Beträgen.
Den gesamten Artikel kann man hier nachlesen.
Mag. Niklas Linser
Niklas Linser ist bei Selma Finance für Marketing und Inhalte rund ums Investieren verantwortlich. Seit über zehn Jahren beschäftigt er sich mit digitalen Finanzlösungen und der Frage, wie Geldanlage für alle einfacher und verständlicher wird. Er hat internationale Wirtschaftswissenschaften studiert und übersetzt bei Selma komplexes Finanzwissen in klare Worte – ob es um ETFs, langfristigen Vermögensaufbau oder Ruhestandsplanung geht. Sein Ziel: Finanzthemen so erklären, dass sie nicht nur verständlich, sondern auch nützlich sind – für alle.
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